B&B Casa Li Santi

Lecce

Lecce in wenigen Sätzen beschreiben zu wollen, wäre als wolle man alle Nuancen der Stimme eines großen Opernsängers wie Tito Schipa in wenigen Worten abtun. Die alte Stadt zwischen zwei Meeren steht in engem Zusammenhang sowohl mit den Schattierungen des Himmels und des Steines, aus dem die Palazzi errichtet sind als auch mit der Gastlichkeit seiner Bewohner.

Es wird erzählt, dass es die Stadt schon zu Zeiten der Trojanischen Kriege gegeben habe, auch wenn die ersten historischen Zeugnisse auf die Zeit des Kaisers Mark Aurel zurückgehen, der die Stadt zu einem der wichtigsten Handelszentren mit dem Orient machte. Aus dieser Epoche stammen das römischen Amphitheater und der Hafen von San Cataldo.

In den Jahrhunderten nach dem Untergang des Römischen Reiches wurde die Stadt der Fremdherrschaft verschiedener Völker unterworfen – wie den Sarazenen und den Langobarden  -, die ihren Glanz zunichte machten.

Um das Jahr 1000 geriet Lecce unter normannische Herrschaft und eroberte dank des Fürsten Tankred seine wirtschaftlich-politische Zentralstellung zurück, die sie bis in 15.Jahrhundert beibehielt, als es dem Königreich Neapel einverleibt wurde.  Unter den bourbonischen Königen entwickelte sich der Handel mit Kaufleuten aus Florenz, Venedig, Griechenland und Albanien und die Stadt wurde ein wichtiges kulturelles Zentrum.

Im 16. Jahrhundert glich Lecce einer riesigen Baustelle: sowohl die reichen Privatleute als auch die Kirche beauftragten bravouröse Architekten mit dem Bau von einzigartigen Kirchen und Palazzi, was auch dem typischen, gelben Farbton des Steines zu verdanken ist, aus dem sie errichtet wurden: der pietra leccese.

Einer der bedeutendsten Architekten, der durch sein besonderes Können hervorstach, war Manieri. Ihn beauftragte die Familie Sambiasi mit dem Entwurf des Palazzos, der heute unser B&B beherbergt. Das Gebäude in der Straße, die damals Li Santi hieß, stellt noch immer eines der gelungensten Beispiele der Architektur der Spätrenaissance dar.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ließen die damaligen Besitzer den Palazzo vor allem im Inneren modernisieren, was zu einem mehr neo-klassischen Gesamteindruck führte.